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Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ)

Umsetzungsbeispiele für Sonderpädagogische Bildungs-und Beratungszentren, die sich in ihren Bildungsgängen an den neuen Bildungsplänen der allgemeinen Schulen ausrichten, finden Sie unter der jeweiligen Schulart.


Bildungsgänge
SBBZ mit Förderschwerpunkt
Grundschule
Gymnasium
Realschule
Werkrealschule
Hauptschule
Förderschwerpunkt
Lernen
Förderschwerpunkt
geistige Entwicklung
Lernen



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geistige Entwicklung




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Hören x
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körperliche und motorische Entwicklung x
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Sehen x

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Sprache x

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emotionale und soziale Entwicklung x

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Schüler in längerer Krankenhausbehandlung
Das Bildungsangebot richtet sich nach der Herkunftsschule der Schülerin oder des Schülers



SBBZ mit dem Förderschwerpunkt Lernen

Das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit Förderschwerpunkt Lernen (ehemals: Förderschule) ist eine Schule, an der Kinder und Jugendliche mit umfassenden und lang andauernden Lernproblemen und Entwicklungsverzögerungen ein differenziertes Bildungs-angebot erhalten.
Des Weiteren stellen die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren Beratungs- und Unterstützungsangebote sowie Bildungsangebote an allgemeinen Schulen zur Verfügung.
Der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit Förderschwerpunkt Lernen wird im Bildungsplan für die Förderschule (2008) beschrieben, der auch einen eigenen Bildungsgang umfasst. Besucht eine Schülerin oder ein Schüler mit einem festgestellten Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot in diesem Förderschwerpunkt ein zieldifferentes inklusives Bildungsangebot an einer allgemeinen Schule, so stellt dieser Bildungsplan hierfür ebenfalls eine wichtige Orientierungsgrundlage dar.
Die im Bildungsplan beschriebenen Kompetenzen orientieren sich dabei an denen der allgemeinen Schulen, werden aber insgesamt durch die Aspekte Anschaulichkeit, Lebensweltorientierung und soziale Förderung sowie durch die in den Bildungsbereichen beschriebenen zentralen Aspekte der Lebensgestaltung den Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler gerecht. Im Rahmen der Individuellen Lern- und Entwicklungsbegleitung (ILEB) werden Potenziale und Bedürfnisse des Einzelnen umfassend erhoben. Ziel ist die Sicherung und kontinuierliche Erweiterung von Aktivität und Teilhabe durch schulische Bildung. Dabei spielt die Zusammenarbeit mit Eltern und Partnern der einzelnen Schulen eine große Rolle.

Bildungsplan der Förderschule



SBBZ mit dem Förderschwerpunkt Hören:

Das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit Förderschwerpunkt Hören (ehemals: Schule für Hörgeschädigte) bietet Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche mit einer Hörschädigung an allgemeinen Schulen und in der eigenen Schule an, damit sie die ihren Voraussetzungen entsprechenden Schulabschlüsse des Landes Baden-Württemberg erwerben können.
In Ergänzung zu den Bildungsplänen der allgemeinen allgemein bildenden Schulen beschreibt der Bildungsplan der Schule für Hörgeschädigte (2011) den Bildungs- und Erziehungsauftrag des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums mit Förderschwerpunkt Hören, den es, lernortunabhängig, in gemeinsamer Verantwortung mit den allgemeinen Schulen sowie in Koope-ration mit Eltern und weiteren Partnern einzulösen gilt.
Die in den Bildungsbereichen aufgeführten zentralen Aspekte zur Lebensgestaltung sowie Kompetenzen zum Aufbau und zur Weiterentwicklung der individuellen Kommunikationsfähigkeit, die auch die Gebärdensprache und die Förderung einer Akzeptanz der eigenen Behinderung berücksichtigen, unterstützen die Aktivität und Teilhabe der Schülerinnen und Schüler.

Bildungsplan Schule für Hörgeschädigte


SBBZ mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung

Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung (ehemals: Schule für Körperbehinderte) konzipieren ihre Bildungsangebote in besonderer Weise unter den Aspekten:

    Herausbildung von körper- und bewegungsbezogenen Kompetenzen
    Entwicklung der Wahrnehmungs- und Erlebnisfähigkeit
    Erweiterung von Handlungskompetenz
    Aufbau von Ausdrucks- und Kommunikationsfähigkeit
    Entfaltung eines stabilen Selbstwertgefühls
    Autonomieentwicklung
    Erfahrung von Selbstwirksamkeit in der Wahrnehmung eigener Rechte und Pflichten

Die Bildungsangebote knüpfen an den jeweiligen individuellen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler an und fördern die Entfaltung ihrer individuellen Potenziale. Ziel ist weitgehende Selbstständigkeit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung sowie ein Höchstmaß an Aktivität und Teilhabe in aktuell und zukünftig bedeutsamen Lern- und Lebensbereichen. Gesunderhaltung, Aktivität und Teilhabe sind damit wesentliche Leitlinien des Unterrichts. Aspekte der Körperlichkeit und Bewegung finden dabei durchgängig im Unterricht Berücksichtigung.

Für die Planung und Umsetzung von Bildungsangeboten für Schülerinnen und Schüler mit einem festgestellten Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot in diesem Förderschwerpunkt ist eine intensive Zusammenarbeit mit den jungen Menschen selbst, ihren Eltern, Lehrkräften sowie anderen Berufsgruppen unerlässlich und Bestandteil der Schulkonzepte. Entsprechend der Heterogenität der Schülerschaft orientiert sich das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung an den Bildungszielen der allgemeinen Schulen sowie an denen des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums mit dem Förderschwerpunkt Lernen und denen des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, entsprechend des individuellen Bildungs- und Erziehungsanspruchs der Schülerinnen und Schüler mit Körperbehinderung.

In Ergänzung zu den Bildungsplänen der allgemeinen Schulen beschreibt der vorliegende Bildungsplan den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung und ist zugleich eine wichtige Orientierungsgrundlage für die Arbeit in inklusive Bildungsangeboten am Lernort allgemeine Schule.

Bildungsplan 2015 für das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung


SBBZ mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (ehemals: Schule für Geistigbehinderte) und entsprechende Abteilungen anderer Sonderpädagogischer Bildungs- und Beratungszentren haben ein Schulprofil, das den individuellen Bedürfnissen und Lernmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler gerecht wird. Darüber hinaus beraten und gestalten sie an allgemeinen Schulen das gemeinsame Lernen in inklusiven Bildungsangeboten und in kooperativen Organisationsformen. Die Zusammenarbeit und der enge Dialog mit Eltern und anderen Kooperationspartnern, Fachdiensten und ehrenamtlichen Helfern aus außerschulischen Erfahrungsfeldern sind dabei zentral.
Der Erziehungs- und Bildungsauftrag des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung wird im Bildungsplan für die Schule für Geistigbehinderte (2009) beschrieben, der auch einen eigenen Bildungsgang umfasst. Besucht eine Schülerin oder ein Schüler mit einem festgestellten Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot in diesem Förderschwerpunkt ein zieldifferentes inklusives Bildungsangebot an einer allgemeinen Schule, so stellt dieser Bildungsplan hierfür eine wichtige Orientierungsgrundlage dar.
Die im Bildungsplan beschriebenen Bildungsbereiche orientieren sich einerseits an den Fächern der allgemeinen Schulen, andererseits an den spezifischen Bedürfnissen von Schülerinnen und Schülern mit geistiger Behinderung. Sie sind in Dimensionen und Themenfelder untergliedert, die fachliche Inhalte mit lebensweltlichen Aspekten verbinden. Hierzu gehören individualisierte Angebote in den Bereichen Wahrnehmung, Motorik, Kognition, Sprache, selbstständige Lebensführung und Sozialverhalten.
Der Bildungsplan trägt dazu bei, ein Höchstmaß an Selbstbestimmung, Aktivität und Teilhabe für die Schülerinnen und Schüler sichern zu helfen.

Bilungsplan Schule für Geistigbehinderte



SBBZ mit dem Förderschwerpunkt Sehen

Ziel des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ) mit Förderschwerpunkt Sehen (ehemals: Schule für Blinde und Schule für Sehbehinderte) ist es, in Kooperation mit Eltern und weiteren Partnern neben dem Erreichen eines den persönlichen Voraussetzungen seiner Schülerinnen und Schüler entsprechenden Schulabschlusses, die Schülerinnen und Schüler zur Unabhängigkeit und zur sozialen Eingliederung zu befähigen.
Dabei orientiert sich das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt Sehen an den Bildungszielen der allgemeinen Schulen sowie an denen der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit Förderschwerpunkt Lernen und geistige Entwicklung, entsprechend dem individuellen Bildungs- und Erziehungsanspruch der Schülerinnen und Schüler.
In Ergänzung zu den Bildungsplänen der allgemeinen allgemein bildenden Schulen beschreibt der Bildungsplan für die Schule für Blinde und Schule für Sehbehinderte (2011) den Bildungs- und Erziehungsauftrag des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums mit Förderschwerpunkt Sehen. In einem inklusiven Bildungsangebot wird dieser Auftrag in Zusammenarbeit und in gemeinsamer Verantwortung mithilfe eines Beratungs-, Unterstützungs- und Bildungsangebots des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums an dem entsprechenden Lernort eingelöst.
Die im Bildungsplan beschriebenen Bildungsbereiche führen Kompetenzen auf zu den zentralen Aspekten der Lebensgestaltung, wie Orientierungsfähigkeit, Mobilität, alltägliche lebenspraktische Fertigkeiten, grundlegende Wahrnehmungsleistungen sowie soziale und kommunikative Kompetenzen. Sie konkretisieren somit den Bildungsanspruch von Schülerinnen und Schülern mit Einschränkungen in den visuellen Funktionen, damit diese ein höchstmögliches Maß an Aktivität und Teilhabe für sich erreichen können.


Bildungsplan Schule für Blinde und Sehbehinderte



SBBZ mit dem Förderschwerpunkt Sprache

Das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit Förderschwerpunkt Sprache (ehemals: Schule für Sprachbehinderte) führt seine Schülerinnen und Schüler in die allgemeine Schule zurück, sobald aufgrund der erworbenen sprachlich-kommunikativen Kompetenzen eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht der allgemeinen Schule zu erwarten ist. Außerdem  berät und unterstützt es bei einem inklusiven Bildungsangebot die allgemeine Schule. Eine enge Zusammenarbeit des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums mit Kindergärten, Grundschulförderklassen, Schulkindergärten, den allgemeinen Schulen und anderen Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren sowie mit außerschulischen Fachdiensten ist hierbei zentral.
In Ergänzung zu den Bildungsplänen der allgemeinen Schulen wird im Bildungsplan für die Schule für Sprachbehinderte (2012) der Erziehungs- und Bildungsauftrag des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums mit Förderschwerpunkt Sprache beschrieben. Die Bildungsbereiche konkretisieren den Bildungsanspruch der Schülerinnen und Schüler, dem auch in inklusiven Bildungsangeboten in gemeinsamer Verantwortung der Schulen Rechnung getragen werden muss. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern durch die Förderung in für sie wichtigen Kompetenzbereichen und unter besonderer Berücksichtigung von Beziehungs- und Kommunikationsfähigkeiten Teilhabe sowie den bestmöglichen Bildungserfolg unabhängig vom Lernort zu ermöglichen.

Bildungsplan Schule für Sprachbehinderte 


SBBZ emotionale und soziale Entwicklung

Das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung (ehemals: Schule für Erziehungshilfe) gestaltet innerhalb der Schule, an allgemeinen Schulen und an anderen Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren Beratungs-, Unterstützungs- und Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche, deren psychische Erlebnis- und Verarbeitungsweisen zu Störungen von Lernprozessen und Störungen des sozialen Handelns führen. Dazu unterstützen und beraten die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren die allgemeinen Schulen und arbeiten eng mit Schulkindergärten, Kindergärten, Grundschulförderklassen, verschiedenen Beratungsstellen, Jugendämtern und Einrichtungen der Jugendhilfe oder der Kinder- und Jugendpsychiatrie zusammen.

Je nach Bildungsgang des Kindes orientiert sich das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung an den Bildungszielen, wie sie in den Bildungsplänen der Grundschule und der auf sie aufbauenden weiterführenden Schulen der Sekundarstufe sowie in dem Bildungsplan des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums mit Förderschwerpunkt Lernen beschrieben sind. Einzelne Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren mit diesem Schwerpunkt führen auch Bildungsgänge der beruflichen Schulen.
In Ergänzung zu diesen Bildungsplänen wird im Bildungsplan für die Schule für Erziehungshilfe (2010) der Erziehungs- und Bildungsauftrag des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums mit Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung beschrieben. Dieser stellt in  einem inklusiven Bildungsangebot eine wichtige Orientierungsgrundlage für die Erfüllung des Anspruchs auf ein entsprechendes Bildungsangebot an allgemeinen Schulen dar. Dabei geht es in den Bildungsbereichen vor allem darum, emotionale und soziale Kompetenzen zu stärken, um die Handlungsfähigkeit weiterzuentwickeln und so ein höheres Maß an Aktivität und Teilhabe zu sichern.

Bildungsplan Schule für Erziehungshilfe


SBBZ mit dem Förderschwerpunkt Schüler in längerer Krankenhausbehandlung

Am Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit Förderschwerpunkt Schüler in längerer Krankenhausbehandlung werden Schülerinnen und Schüler aus allen Schularten unterrichtet.  
Aufgabe der Schulen mit diesem Förderschwerpunkt ist es vor allem, ihren Beitrag zum Erhalt des Bildungsstandes, der Sicherstellung der schulischen Wiedereingliederung nach krankheitsbedingter Unterbrechung des regulären Schulbesuchs sowie der Koordination von geeigneten Fördermaßnahmen für Kinder und Jugendliche bei längerem Krankenhausaufenthalt zu leisten.
Grundlage des Unterrichts bilden dabei die Bildungspläne der Herkunftsschulen. Er wird jedoch auf den individuellen Entwicklungs- und Leistungsstand sowie die aktuellen Bedürfnisse abgestimmt.

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